Startseite > Suchergebnisse

erweitert

Suche:

erweiterte Suche

Erweiterte Suche:
Titel Unser kleiner Shopberater:
Autor
Sortiment:
Stichwort oder Best.-Nr.:
Kategorie:
Themen:

Die hereditären chronischen Krankheiten Band 1

von Laborde, Y. / Risch, G.  
Vorwort:
Mit diesem Band soll erstmals der Versuch unternommen werden, die teilweise vergessene, teilweise mißachtete, teilweise völlig unbekannte Lehre von den hereditären chronischen Krankheiten darzustellen. Nach Hahnemann's großartigem Entwurf der " Chronischen Krankheiten " 81828), der sich aber nur auf die erworbenen chronischen Miasmen bezieht, gab es unter seinen Nachfolgern den einen oder anderen, der begriff und beobachtet, daß dieser Typ von Krankheit auch auf die Nachkommenschaft vererbt werden und dort Krankheitserscheinungen hervorrufen kann, die zwar genauso oder noch schlimmer destruktiv sein können wie die erworbenen, die aber durchaus ihre eigenen Bilder, Zeichen und Symptome haben können. die Aussagen darüber sind weit in der Literatur verstreut, und oft haben die Autoren auch unterschiedliche Schlußfolgerungen aus ihren Beobachtungen gezogen. Dies alles einmal - in der Kürze eines Buches - zusammenzufassen und darzustellen, ist die Absicht dieses Bandes.

Über die Anfänge der Homöopathie und der Lehre von den chronischen Krankheiten herrscht bei den Homöopathen meist völlige Verwirrung, da man das "Geburtsjahr" der Homöopathie auf 1790 (Selbstversuch HAHNEMANNs mit der Chinarinde) willkürlich festgesetzt hat und alles, was HAHNEMANN vorher erforscht und getan hat, einfach ignoriert. Dahinter steckt die Ideologie derjenigen Homöopathen, die mit der Lehre HAHNEMANNs von den chronischen Miasmen nichts anfangen können, und für die Homöopathie nur diejenige Heilmethode ist, bei der ein Simile zur gegenwärtigen Symptomatik des Patienten gefunden werden muß. Für sie kann die Geburtsstunde der Homöopathie natürlich nur die Entdeckung der Arzneimittelprüfung am Gesunden sein. Daß die Anfänge der Homöopathie aber in der Erforschung und Behandlung der venerischen (und damit chronischen) Krankheit durch HAHNEMANN liegen, wird völlig außer Acht gelassen. Doch HAHNEMANNs großes Lebensthema waren die chronischen Krankheiten, und nur wenn man seine Anfänge kennt, wird man sein abschließendes Werk von 1828 und seine Aussagen in der 6. Auflage des Organon verstehen. Und vielleicht wird von daher auch verständlich, warum er nur von erworbenen chronischen Krankheiten redet.

HAHNEMANN hat mit seiner Lehre von den chronischen Krankheiten die Grenzen der Homöopathie, die sehr schnell erreicht werden, wenn man nur Symptomendeckerei ( Krankheitsbild = Arzneimittelbild ) betreibt, erheblich erweitert. Und doch stößt man auch hierbei noch an Grenzen, die wiederum erheblich erweitert werden, wenn man die Lehren einiger seiner Nachfolger von den hereditären chronischen Krankheiten ernst nimmt und nach ihren Maximen handelt. Dazu aber ist es nötig, die Manifestationen der hereditären chronischen Krankheiten Syphilis, Sykosis, Psora, Tuberkulose und Krebs genau zu kennen, damit man diagnostisch und therapeutisch immer weiß, auf welchem Felde man sich bewegt. die wichtigsten Zeichen, Symptome und klinischen Erscheinungsformen dieser Krankheiten sind in Teil Ii dieses Bandes aus der erreichbaren Literatur zusammengestellt.

Oktober 1997, Yves Laborde, Gerhard Risch

© 2006 Verlag Peter Irl | AGB | Datenschutz | Impressum