Klinische Materia Medica Band 3 in 3 Bänden
von Roland Methner
Vorwort:
Das schulmedizinische Dogma hinsichtlich Krebs ( Operation, Bestrahlungen oder Chemotherapie) ist heutzutage derart stark, daß nur wenige ( meist inoperable)Patienten den Weg zum Homöopathen finden. Das ist sicher auch einer der Gründe, warum es von zeitgenössischen Homöopathen so wenig Literatur über die homöopathische Heilung von Krebs gibt.
Daß dies nicht immer so war, davon zeugt die alte homöopathische Literatur.
Zu Beginn unseres Jahrhunderts herrschte eine Blütezeit der homöopathischen Krebsbehandlung, und solche für ihre Krebsheilungen berühmte Homöopathen wie R.T. Cooper, sein Sohn L.H. Cooper, J.C. Burnett, J.H. Clarke, aus Deutschland E. Schlegel und viele andere tauschten sogar auf internationalen Kongressen ihre Erfahrungen darüber aus.
Auch heute noch stammen die wichtigsten Erkenntnisse und Informationen über die homöopathische Behandlung von Krebs aus dieser Zeit, und für die nun vorliegenden 3 Bände sind die o.g. Homöopathen
(neben anderen wie Fortier-Bernoville, J.H. Grimmer, der französischen Literatur, und natürlich der klassischen Arzneimittellehren von Clarke, Hering usw.) die wichtigsten Quellen gewesen.
Unser Ziel war es, die gesamte klassische Literatur sowie die (zuverlässige) krebsspezifische Literatur zu sichten und daraus die wichtigsten, auf Krebs bezogenen Indikationen herauszuarbeiten. Ergänzt haben wir dieses durch wichtige klinische Indikationen und charakteristische Symptome, welche normalerweise nicht in der gängigen Materia medica zu finden sind.
Jede Indikation ist streng wissenschaftlich und quellenbezogen.
Wir haben jedoch die Symptome nicht mit der jeweiligen Quelle gekennzeichnet, da leider heutzutage das Urheberrecht nur noch wenig geachtet wird, und eine mißbräuchliche Nutzung unserer Arbeit sonst zu leicht möglich gewesen wäre.
Wir hatten erwogen, Angaben zur Dosierung bzw. Potenzwahl zu machen, aber da von den damaligen Homöopathen ganz unterschiedliche Potenzen erfolgreich eingesetzt wurden, haben wir dann letztendlich davon Abstand genommen. Gleichwohl sei doch wenigstens kurz erwähnt, daß solche Mittel wie z.B. Platan. Quassia, Querc., Rub-T., Ruta, Sabal., Scroph-n., Sed-r. Semp., Symph., Thlasp., Urt-u. usw. meistens in der Urtinktur (oder zumindest in sehr tiefen Potenzen) verwendet wurden!
Eine ausführliche Abhandlung über Theorie und Therapie der homöopathischen Krebsbehandlung ist im Rehmen dieser Krebs-Materia Medica nicht leistbar. Um aber Enttäuschungen und Fehlschläge bei der Anwendung dieser Materia Medica zu vermeiden, sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß man mit der heute üblichen (im Grunde Kent'schen) Homöopathie meist nicht sehr erfolgreich bei der Krebsbehandlung sein wird!
Allgemein gesagt: In dem Maße, wie man sich den Endzuständen von Krankheiten nähert ( und Krebs gehört ja sicher dazu), spielt die Symptomatik des Patienten eine abnehmende, die Geistes- und Gemütssymptomatik sogar eine verschwindende Rolle, während die Pathologie und klinisch-ätiologische Überlegungen eine zunehmende Bedeutung bei der Mittelwahl bekommen!
Es ist vor allem J.C. Burnett gewesen, der hier die Grenzen der Kent'schen Homöopathie überchritten hat
Und mit seiner geniale Kombination aus organbezogenen Mitteln, Nosoden und tiefwikenden antimiasmatischen Mitteln gezeigt hat, was mit der Homöopathie an homöopathischer Krebsheilung möglich ist.
September 95