Globuli II / 2009 - AD(H)S bei Kindern,
Arzneimittelporträt: Formica rufa (die Waldameise)
von Vermeulen, Frans
Vorwort:
Liebe Leserin, lieber Leser
Bereits 1844 beschrieb der Psychologe Heinrich Hoffmann in seiner Geschichte vom Zappelphilipp das hyperaktive Kind: "Ob der Philipp heute still wohl bei Tische sitzen will? Also sprach der Papa zu seinem Sohn, und die Mutter blicke stumm auf dem ganzen Tisch herum. Doch der Philipp hörte nicht, was zu ihm der Vater spricht."
Kinder die sich nicht konzentrieren können, Unruhe verbreiten und sich nicht an Regeln halten, können Wltern, Erzieherinnen und Lehrer zur Verzweiflung bringen. Wie es nach endlosen Ermahnungen und Drohungen weitergeht, hängt oft davon ab, wie stark das Nervenkostüm der Erwachsenen ist.
Sind die Eltern durch andere Probleme belastet oder machen sie sich Sorgen um den Lernerfolg ihres Kindes, stellen sie ihr "Problemkind" in Beratungsstellen und kinderärztlichen oder psychiatrischen Praxen vor. Viele der unruhigen Kinder erhalten denn die Diagnose ADHS und vermehrt eine medikamentöse Behandlung mit dem Wirkstoff Methylphenidat.
Immer öfter suchen Eltern aber auch homöopathische Hilfe. Die einen z.B. aus Sorge wegen unerwünschter Neben- und Langzeitwirkungen der methylpehidathaltigen Medikamente und andere, weil diese ihrem Kind nicht helfen. Vielen ist auch wichtig, dass die Individualität ihres Kindes respektiert wird. Schließlich sind die ADHS-Symptome - wie die Symptome anderer Krankheitsbilder auch - nur auf den ersten Blick ähnlich. Beim genauen Hinschauen zeigen sich jedoch Unterschiede, die in der Homöopathie, die den kranken Menschen behandelt und nicht die Krankheit, beachtet und in die Arzneiwahl einbezogen werden.
Anregende Lesestunden mit Globuli und sonnenreiche Sommermonate wünscht Ihnen Ihre
Elfriede Ripper