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Bestell-Nr.: 83702
Seiten: 48
Preis: 15,00 €

Großer Fragebogen zur homöopathischen Anamnese plus PATIENTENINFO

von Raba, Peter 
Vorwort:
FÜR DEN BEHANDELNDEN ARZT ODER HEILPRAKTIKER

Die Anordnung der Fragenblocks folgt im Wesentlichen dem Aufbau des Repertoriums von JAMES TYLER KENT. Die Fragenblocks sind weitgehend nach dem sog. Kopf-Fuß-Schema angeordnet. Die Rubrik SCHLAF UND TRÄUME wurde weiter nach vorne - und somit mehr zum Bereich der Gemütssymptome gezogen. Ebenso wurde an dieser Stelle eine eigene Rubrik KINDHEIT geschaffen, weil wir viele Prägungen frühzeitig von außen, durch Eltern und Erzieher empfangen haben, die bisweilen in ursächlichem Zusammenhang mit späteren Störungen stehen.

Da die Erfahrung zeigt, wie wichtig es oft für eine optimale Similefindung ist, wenn ein causaler Zusammenhang zwischen Beschwerdebild und eventuell im Hintergrund stehenden auslösenden Ursachen aufgedeckt werden kann, wurde gleich zu Anfang unter I, eine neue Rubrik URSACHEN UND HINTERGRÜNDE geschaffen. Können wir solch einen Zusammenhang aufdecken, tritt die Similefindung nach § 153 Organon, bei der Hierarchisierung unserer Symptomatik an zweite Stelle.

Um die wertvollen, ja bisweilen ausschlaggebenden »As-if-Symptome« mit einzufangen, wurde innerhallb der einzelnen Rubriken immer auch nach der »Als-ob-Modalität« gefragt. Man findet diese Symptome in dem Repertorium der Empfindungssymptome von HERBERT A. ROBERTS.

Um diesen Fragebogen vom optischen Eindruck her nicht durch zu viele Anmerkungen zu überfrachten, wurde auf Angaben zu einzelnen Rubriken und Unterrubriken verschiedener Repertorien, Suchkarteien (wie z.B. die Lochkartei von LEERS oder die Kartei der Temperamente von FLURY) verzichtet.

Der versierte Praktiker ist inzwischen routiniert genug, um zu wissen, wie er die entsprechenden Rubriken für seine Repertorisation im Computer aufruft. Der Neuling auf dem Feld der homöopathischen Heilkunst kann aber mithilfe dieses Bogens genauso gut auch die Repertorisation per manum vornehmen und sich erst einmal mit »seinem« KENT vertraut machen, um sich die einzelnen Rubriken allmählich einzuprägen.

Überdies gibt es heute eine überwältigende Fülle an Software, (man denke allein an das Synthetische Repertorium von BARTHEL/ KLUNKER oder das Programm Synthesis von VITHOULKAS, innerhalb des Radar-Systems). Das betrifft sowohl die Auswahl an Repertorien wie auch an Arzneimittellehren, welche im PC gespeichert werden können. Sie alle können nicht mehr durch entsprechende Zugangshinweise bei jeder hier gestellten Frage erfaßt werden. Es wird vorausgesetzt, daß ein gewisses Grundwissen vorhanden ist. Überdies arbeitet der eine Behandler mit dem einbändigen, der andere mit dem dreibändigen Kent, wieder ein anderer mit dem Kent-Praktikum von EICHELBERGER, der nächste gar mit der englischen Ausgabe des Kentschen Repertoriums.

Die Fragebogenauswertung schafft dem behandelnden homöopathischen Arzt und Heilpraktiker die unabdingbare Voraussetzung und Arbeitsgrundlage für seine späteren Betrachtungen und Recherchen in Sachen Simile-Findung. Das kommt vor allem dann zum Tragen, wenn der Patient einerseits, - wie das in unserem Metier meistens der Fall ist -jedesmal eine weite Anreise aufsich nehmen müßte, um zum Therapeuten zu gelangen und andererseits, wenn es sich um chronische, bisher therapieresistente Siechtümer handelt, welche ohne genaue Kenntnis der Vorgeschichte, - womöglich bis in die Blutsverwandtschaft zweiten oder dritten Grades hinein -, nicht kurierbar sein werden.

Ein sorgfältig ausgefüllter Fragebogen erspart also sowohl dem Behandler wie dem Patienten, stundenlange Sitzungen und vorbereitende Frage-Aktionen. Diese notwendige Vorarbeit kann der Patient »im stillen Kämmerlein« für sich alleine tätigen. Die Auswertung erfolgt dann ebenso im Alleingang durch den Homöopathen.

Folgende Vorgehensweise hat sich als sinnvoll erwiesen: Der Anrufer, bzw. potentielle Patient, wird auf die Möglichkeit hingewiesen, mittels dieser Aktion gewissermaßen einen speziell auf seinen Fall zugeschneiderten »homöopathischen Maßanzug« zu bekommen. Dabei kann sinnvollerweise auch die Kostenfrage kurz erörtert werden.

Danach wird der Fragebogen verschickt, vom Patienten ausgefüllt, retourniert, und bearbeitet.

Nach dem Ergebnis kann der Patient verständigt und ein Termin zur Erstkonsultation vereinbart werden.

Langjährige Erfahrung hat gezeigt, daß ein ausführlicher Fragebogen zur homöopathischen Anamnese nicht nur eine wesentliche Arbeitsgrundlage für den behandelnden Arzt oder Heilpraktiker darstellt. Er wird auch gerne von einem Patienten, der unter gehörigem Leidensdruck steht, mit der nötigen Aufmerksamkeit und Gewissenhaftigkeit ausgefüllt. Dieser fühlt sich, - allein durch die Qualität der Befragungsaktion, die bis in die Feinstruktur seines Beschwerdebildes eindringt, verstanden und gut aufgehoben. Bereits die Arbeit des Ausfüllens schafft eine gewisse Vertrauensbasis. Außerdem erhält der Patient auf diese Weise Gelegenheit, sich in aller Ruhe mit seiner Symptomatik zu konfrontieren. Nicht selten hört man, daß bereits der Akt der Fragenbeantwortung schon viel zur inneren Klärung mit nachfolgenden Verhaltenskorrekturen beigetragen hat.

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