Die Theorie der chronischen Krankheiten 3. Auflage
von Hahnemann, Dr. med. Samuel
Leseprobe:
Natur der chronischen Krankheiten
Bisher erwies überall die treu befolgte, homöopatische Heilkunst, wie sie in meinen und meiner Schüler Schriften gelehrt worden war, ihren natürlichen Vorzug vor jedem allöopathischen Verfahren bei allen die Menschen nicht nur schnell befallenden (akuten) Krankheiten, sondern auch bei den epidemischen Seuchen und sporadischen Fiebern sehr entschieden und auffallend.
Die venerischen Krankheiten wurden von der Homöopathie ebenfalls weit sicherer, unbeschwerlicher und ohne Nachwehen gründlich geheilt, indem sie, ohne die örtlich entstandenen Übel weder zu stören noch zu zerstören, das innere Grundübel durch das beste spezifische Mittel einzig von innen vernichtete und heilte.
Aber die Zahl der übrigen langwierigen Krankheiten auf der weiten Erde war ungleich größer, ja ungeheuer groß, und blieb es.
Ihre Behandlung durch die bisherigen allöopathischen Ärzte dient bloß zur Erhöhung der Plagen dieser Art Kranken; denn es war von ihnen mit aller der Menge ekelhafter Gemische, aus heftigen ArzneiSubstanzen in großen Gaben vom Apotheker zusammengesetzt, deren einzelne wahre Wirkung ihnen unbekannt war, mit allen den vielerlei Bädern, den Schweiß oder Speichel in Menge hervortreibenden, den (schmerzstillenden?) Betäubungsmitteln, den Klistiren, den Einreibungen, Bähungen [Heilbehandlung mit warmen Umschlägen oder Dämpfen], Räucherungen, den Zieh pflastern, Exutorien [Ablenkungen], Fontanellen, vorzüglich aber den ewigen..........