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Zur Theorie der Homöopathie

von Kent, Dr. med. J.T. 
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Pierre Schmidt:

Biographie von James Tyler Kent
(1849-1916)12

James Tyler Kent kam am 51. März 1849 in Woodhull im Staate New York (USA) als Sohn Stephan Kents und Caroline Tylers zur Welt.

Seine Unterschule war das "Franklin College" in Prattsburg. Die Mittelschule besuchte er in seiner Geburtsstadt. Zum weiteren Studium bezog er die "Madison Universität" in Hamilton im gleichen Staat. Hier bestand er, I0jährig, den "Bachelor of Philosophy" (BPh). Dies Examen entspricht etwa unserer Reifeprüfung. Am "Medical College" von Bellevue fuhr er nun mit seinen propädeutischen Studien fort, welche er 1870 mit dem A. M. - "Master of Art" - abschloß. Am gleichen Institut verbrachte er auch die klinischen Semester, schloß sie mit glänzendem Examen ab und erhielt, damit 25jährig, das Diplom als praktischer Arzt. Dann studierte er noch an der eklektischen Medizinfakultät in Cincinnati.

Die eklektischen Schulen wiesen ungefähr denselben Studienplan wie unsere europäischen medizinischen Fakultäten jener Zeit auf, mit Anatomie, Histologie, Physiologie, pathologischer Anatomie, daran anschließend die diversen klinischen Fächer. Nur die Vorlesungen über Therapie waren viel umfassender als bei uns. Außer der allopathischen Methode lehrten sie auch homöopathische, naturheilkundliche, chiropraktische und andere Behandlungsweisen, das heißt, sie berücksichtigten ohne doktrinäre Scheuklappen alles Gute, mochte es stammen, woher es wollte. Daher der Name "eklektische" Medizinschule. Aber alle wurden nur sehr oberflächlich gelehrt und vor allem die Homöopathie, so daß Kent von dieser Methode keineswegs beeindruckt, noch gar überzeugt worden wäre.

1 Übersetzung aus dem Französischen durch Dr. Künzli von Fimmelsberg.

2 Der Verfasser hat nirgends eine vollständige Biographie Kents finden können. Die Angaben, die er hiermit der Öffentlichkeit vorlegt, stützen sich auf einige kurze Artikel der Januarnummer 1912 in der von ihm gegründeten Zeitschrift "The Homoeopathician", die biographischen Notizen im 4. Band von Kings "Geschichte der Homöopathie" und persönliche Erkundigungen bei Kents wichtigsten Schülern anläßlich seines Ausbildungsjahres in Amerika, 1920.

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