Leitfaden zur Lehre der chronischen Krankheiten von Samuel Hahnemann - AKTIONSPREIS 8,90 €
von Dozententeam Freiburg: Fischer; Wildfang; Wieland; Weninger u.a.
Vorwort:
Der vorliegende Text entstand in gemeinsamer Arbeit des Freiburger Dozententeam vor dem Hintergrund der dreijährigen Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung "Homöopathie" in Freiburg.
Ausgehend von vielen Fragen und Zweifeln, die sich bei uns Dozenten wie auch seitens der Auszubildenden zum Thema der Chronischen Miasmen Samuel Hahnemanns ergaben, entstand das Bedürfnis, diesen bedeutenden Eckpfeiler der homöopathischen Therapiemethode so aufzubereiten, dass er lehr- und lernbar sich in unser Konzept der dreijährigen Weiterbildung einfügen ließ.
Die Lehre der Chronischen Krankheiten Samuel Hahnemanns findet sich zu Recht in fast allen Lehrplänen der homöopathischen Ausbildungszentren weltweit. Aufgrund der Komplexität der Materie werden allerdings an nur wenigen Lehrstätten die Originaltexte Hahnemanns bearbeitet. Meist bedienen sich die Dozenten weiterführender Sekundärliteratur späterer Autoren, um den Studierenden der Homöopathie diese für die Behandlung chronisch Kranker unentbehrlichen Kenntnisse zu vermitteln.
Angesichts der enormen Menge an Sekundärliteratur und Interpretationshilfen, die inzwischen auf dem homöopathischen Buchmarkt zum Thema der Chronischen Miasmen existieren, war es unser Ziel, ausschließlich die Primärquellen, d.h. die Werke Hahnemanns, zu bearbeiten. Auch deshalb, weil wir es für unabdingbar erachten, dass sowohl die Dozenten als auch die Studierenden der Homöopathie ein Kriterium besitzen, anhand dessen alle weiteren Erklärungs- und Analyseversuche späterer Autoren gemessen werden können.
In einem längeren Arbeitsprozess versuchten wir nicht nur grundlegende Begriffe der Miasmenlehre zu klären, sondern auch Hahnemanns Ausführungen in Themenbereiche zusammenzufassen, die ein sinnvolles Studium dieser Materie ermöglichen. Jeder dieser Themenbereiche stellt eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen Hahnemanns unter Angabe der jeweiligen Quellen dar.
Auf Analysen und Interpretationen wurde bewusst verzichtet, um Hahnemanns Aussagen in den Mittelpunkt dieser Betrachtungen zu stellen.
In keiner Weise erheben wir den Anspruch, diesen Text als vollständig oder abgeschlossen zu betrachten. Das vorliegende Werk möge vielmehr als Anregung dienen zum Studium der Primärquellen, als Arbeitsgrundlage für eine umfassende Vorlesungsvorbereitung der Dozenten sowie als Einladung zum Austausch und zur weiteren Bearbeitung einer der wichtigsten Hinterlassenschaften Hahnemanns.
Besonders soll auf die Wegweiser am Ende jedes Kapitels verwiesen werden. Hier sind die wichtigsten Textstellen aus Hahnemanns Werken zum Thema der Chronischen Krankheiten, unter Angabe der jeweiligen Quelle, summiert. Die Quellensuche bzw. -bearbeitung kann zweifellos als einer der Schwerpunkte dieser Arbeit angeführt werden.
Gemäß der Maxime Hahnemanns, nichts ungeprüft zu verwerfen, muss die Aufforderung an uns ergehen, vor jeder Weiterentwicklung möglichst unvoreingenommen Grundlagenforschung zu betreiben. Wenn wir uns anschließend um Weiterentwicklungen bemühen, sollten wir Hahnemann kein Unrecht antun und ihm Fehlendes zum Vorwurf machen, "indem wir auf seinen Schultern stehend, befähigt sind, einen weiteren Umkreis zu überblicken wie er, aber auch nur dann das Entferntere deutlicher sehen und erkennen, wenn wir dabei die von ihm bereits gemachten Entdeckungen und seine Anschauungsweise benutzen." (C. v. Boenninghausen, Kleine Medizinische Schriften)
Dozententeam Freiburg:
Ulrich D. Fischer, Stefan Wildfang, Frank Wieland, Andrea Weninger, Heribert Möllinger
Februar 2008