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Synthesis - Repertorium homeopathicum syntheticum Edition 2009 
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Synoptic Key - kurzgefaßter Arzneimittelschlüssel Materia Medica & Repertorium

von Boger, C.M. 
Vorwort:
In der Homöopathie, Homöopathik oder Homöotherapie kommt es auf das Verständnis und das Verstehen der Wirkung der einzelnen Arzneien auf den individuellen Organismus eines gesunden oder krankhaft veränderten Menschen an.

Das Individuum in seiner allen Menschen eigenen Wesenheit, seiner Art, die allen Menschen eigen ist und jeden von ihnen als Angehörigen der "Krone der Schöpfung" charakterisiert, als auch in seiner individuellen Ausprägung, seiner Einmaligkeit unter sechs Milliarden Artgenossen auf unserem Planeten Erde, dieser Mensch ist das Maß, an dem sich jede Arznei erfahren lässt, sich in ihren eigenartigen, merkwürdigen und besonderen Wirkungen zeigen kann, sich definiert und charakterisiert als das Heilbringende, das Ähnliche oder sogar Ähnlichste, als die spezifische Information, die dem Kranken die rasche, sanfte und dauerhafte Heilung ermöglicht.

Wie sich also im Vollzug des Lebens die Gattung Mensch in ihrer Vielfalt äußert, wie sich der einzelne Mensch in seiner allgemeinen und eigenartigen Erscheinung in seinen Befindlichkeiten, Empfindungen und Gefühlen, Wahrnehmungen und Beobachtungen darstellt, nutzen wir Wissenschaftler als die feinste, genaueste und angemessenste Möglichkeit, als das umfassendste Instrument, Eigenart und Wirkung einer Arznei zu erkennen und zu definieren.

Die Arznei als spezifisches Ganzes im Rahmen der Vielfalt der Schöpfung über Jahrmillionen geworden und als Phänomen in ihrem Umfeld und ihrer individuellen Entwicklung beobachtet und erkannt, wird im Experiment, in der Arzneimittelprüfung, nach festgelegten Prinzipien vorher anamnestizierten gesunden Menschen in definierter Dosierung als Potenz verabreicht. Die Arzneimittelprüfer, als verschiedene Individuen der Gattung Mensch, erleben und erfahren im Vollzug ihrer Lebensäußerungen die Wirkungen dieser Arznei.

Auf diese Weise sind die Zeichen und Symptome zusammengetragen worden, die die einzelne "Substanz" als Wirkung hervorzubringen in der Lage ist.

In Bogers "Synoptic Key" finden wir auf nur 270 Seiten über 300 Arzneimittel. Im dazugehörigen Repertorium sind fast 500 Arzneien auf 170 Seiten vertreten. Wie ist es möglich, diese Fülle von Symptomen auf so kleinen
Raum zu komprimieren, unter der Maßgabe (Siehe § 3, Organon 6. Ausgabe), damit alle Kranken heilen zu können?

Das Geheimnis des so erfolgreichen Cyrus M. Boger (1861 -1935) besteht in einer arbeitsaufwendigen Durchdringung jeden Arzneimittels, sei es als Element, als Mineral, als Erde, als chemische Verbindung z. B. eines Salzes, einer Säure oder Base, als "die ganze frische Pflanze" (§ 272), oder als hochmolekulares Eiweiß, etwa als tierisches Gift oder als potenziert menschliches Krankheitsprodukt. Der Kenntnis der Substanz folgte das Verstehen, was das Charakteristische, das Einmalige, Besondere ist, das die Arznei am Menschen zu bewirken in der Lage ist, was sie von allen andern geprüften Substanzen unterscheidet, was den Genius ihrer eigenartigen Wirkung darstellt.

C.M. Boger hat bei seinen Studien und seinem dauernden praktisch Arbeiten, beim Erfassen der Patienten, beim Verstehen, ja Begreifen und Verordnen der Arznei gemäß dem Ähnlichkeitsgesetz und beim Beurteilen Arzneiwirkung im Prozess der Gesundung stets das Wesentliche beachtet die Trennschärfe definiert, das Charakteristische aus dem "Totale" der einmaligen Vielfalt von Patient und Arznei zur Deckung gebracht. Sein großer Verdienst besteht darin, die Fülle der Symptome zu sichten, das Wesentlich und Charakteristische zu erfassen und in wenigen Sätzen wiederzugeben und mittels eines Schemas, nach Regionen und Modalitäten gegliedert, sichtbar gemacht zu haben.

Auf diese Weise ist das Besondere einer Arznei rasch zu erfassen, Selbsterarbeitete wird schnell wieder ins Gedächtnis gerufen, die charakteristischen Symptome lassen sich schnell aufsuchen. Die Differenzierung Mittel untereinander wird erleichtert durch die Übersichtlichkeit des aufbereiteten Stoffes.

Das Wesentliche (Key) der Arznei wird differentialdiagnostisch vergleichbar mit dem Charakteristischen der Haupt- und Nebenbeschwerden der Kranken und seinen individuellen Modalitäten. Die Zusammenschau (Synoptic) des einzelnen Mittels wird gefördert und das Zusammensehen der Symptome und Modalitäten des Patienten wird differentialdiagnostisch mit anderen Mitteln leicht ermöglicht durch die Übersichtlichkeit des aufbereiteten Stoffes.

Noch manches bei diesem, jetzt endlich in deutscher Übersetzung vorgelegten Werk kann gekürzt, präzisiert und vervollständigt werden, deutschsprachige Schüler jedoch und jeder erfahrene Homöotherapie bekommt ein Werkzeug in die Hand, das ihn in Stand setzt, mit größter Präzision und geringerem Zeitaufwand als sonst üblich, seine Verordnungen erfolgreich zu tätigen und seine Mittelkenntnis zu erweitem.

Dafür und für die scheinbar nicht enden wollende Arbeit ist Frau Heinrich, allen Mitarbeitern und dem Verlag zu danken.

Vorwort zur vierten amerikanischen Auflage

Diese neue, vierte Auflage des "Synoptic Key" wird hiermit allen Kollegen vorgelegt. Es sind lediglich Veränderungen durch Gliederung und Gruppierung bedeutender Symptome vorgenommen worden, die scheinbar zu verschiedenen Symptomengruppen gehören. An diesen orientiert sich fast gänzlich die Wahl des Simillimums. Sie sollen ein klingendes Bild des angezeigten Arzneimittels wiedergeben. Zu diesem Zweck wurden Einträge aus meinen persönlichen Aufzeichnungen hinzugefügt. Die Symptome vieler Arzneimittel wurden klärend geordnet, um auch insbesondere die Nützlichkeit beim Differenzieren zu erhöhen. Das Repertorium soll den Suchenden lediglich in die richtige Richtung führen.

Die Möglichkeiten, die sich aus dem Kontakt des Simillimums mit der gestörten Lebenskraft ergeben, können nicht vorhergesehen werden. Deswegen ist es unbedingt erforderlich, dass jeder Behandler äußerste Sorgfalt bei der Auswahl des Arzneimittels walten lässt. Es wird immer wahr bleiben, was Paracelsus in seinem "Erste Buch von blattem" Kapitel 8, 1528 sagt: "Es ist so, Mercur heilt nur mercurische Dinge."

Die Eigentümlichkeiten, die sich durch einen krankhaften Symptomenkomplex ziehen, werden als Genius des Mittels bezeichnet. Diesen ihren besonderen Platz bei der Mittelauswahl zukommenzulassen, sollte das Ideal eines jeden Behandlers sein. Zu diesem Zweck wurde dieses Buch geschrieben.

Parkersburg, W. Va., im Dezember 1931 C. M Boger

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