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Bestell-Nr.: 88800
Laufzeit in Min.: 11 Stunden
Preis: 75,00 €

Chronic Fatigue Syndrome. Rutaceen und Leguminosen 9 CD's

von Hör, Dr. med. Klaus R. 
Kurzbeschreibung:
"All unser Leben verläuft auf und ab. Doch in unserem Allmachtsanspruch wollen wir immer nur ein Auf und können das Ab nicht akzeptieren"
(Dr. Hör)

In der westlichen leistungsorientierten Gesellschaft gelangen immer mehr Menschen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit und ihres Energiehaushalts. Manche Berufs- und Lebensumstände sind dafür besonders disponiert: neben klassischen Stressberufen wie Manager oder Unternehmer kommen zunehmend auch soziale, pädagogische und therapeutische Berufe mit ihren Leistungsgrenzen in Konflikt. Bestimmte Persönlichkeitsaspekte wie die Kompensation eines Selbstwertmangels, übertriebener Ehrgeiz sowie Suchtstrukturen (Workoholismus) können die permanente Selbstüberforderung und Verausgabung untermauern. Das natürliche Signal der Müdigkeit (= Pause machen) wird missachtet - und die Energiereserven gehen immer mehr zur Neige. Ständige Müdigkeit, Schlafstörungen, Unkonzentriertheit, Gedächtnisstörungen, depressive Verstimmungen und schließlich Erschöpfung resultieren als mögliche Folgen. Da zumeist keine organischen Ursachen zu finden sind, diagnostiziert die Schulmedizin diesen Zustand pauschal als Chronic Fatigue Syndrome (CFS).

CFS wird demnach als Ausschlussdiagnose gestellt, was die Schwierigkeit in der Erkenntnis der Krankheit (§ 3 Organon) erahnen lässt: die Symptomatik bei CFS-Patienten ist auch für den homöopathischen Praktiker oft nicht sehr ergiebig. Zudem erschwert die Multikausalität dieser tiefgreifenden Störung den Zugang zum Verständnis des Geschehens. Nur eine intensive Beschäftigung mit dem Patienten ermöglicht ein Vordringen in die erforderliche Tiefe der Person, um sowohl die Ätiologie seines CFS zu verstehen, als auch mögliche Persönlichkeitsmerkmale, die zu seiner Entstehung entscheidend beitragen. Gerade weil beim CFS der ganze Mensch - mit körperlichen, geistigen und emotionalen Erscheinungen - betroffen ist, bietet der homöopathische Ansatz große Chancen.

Aus seiner umfangreichen Erfahrung in der Behandlung chronischer Müdigkeitssyndrome stellt der bekannte und beliebte Referent Dr. Klaus Roman Hör zwei bislang nicht sehr bekannte Arzneimittelfamilien vor, die einen noch weitgehend ungehobenen großen Schatz homöopathischer Arzneien bieten:

1) RUTACEEN
Die Familie der Rautengewächse hat als verbindendes Thema die Selbstüberforderung, häufig auf narzisstischer Grundlage. Zumeist kennzeichnen Rutaceen auch Themen wie Pflicht und Verantwortung sowie eine tiefgreifende Unfähigkeit, loszulassen und zu entspannen. Dies zeigt sich auch im Symptom der "restless legs". Darüber hinaus liegt oft ein beachtliches Verlangen nach Stimulanzien vor.

Referierte Mittel: Ruta graveolens - Jaborandi - Xanthoxylum - Angustura - Citrus limonum - Citrus vulgaris - Dictamnus albus

2) LEGUMINOSEN
Als zentrales Thema der Familie der Leguminosen (Fabaceen, Hülsenfrüchte) kristallisiert sich hingegen eine Verwirrung bezüglich der eigenen Identität bis hin zum Verlust der Integrität heraus. Nicht selten kommt es hier zu geistigen Störungen und psychogen bedingten Lähmungssymptomen. Diese Pflanzenfamilie ist nach Dr. Hör auch bei anderen "modernen" Krankheiten wie ADHS, Burn-Out oder Bulimie häufig angezeigt.

Referierte Mittel: Aragallus - Baptisia - Derris pinnata - Galega - Mimosa - Phaseolus nanus - Robinia - Physostigma venenosum - Latyrus sativus - Medicago sativa - Cytisus laburnum

Bei beiden Familien ist bemerkenswert, dass eine Vielzahl ihrer arzneilichen Mitglieder auch als Nahrungsmittel Verwendung finden, z. B. die Zitrusfrüchte (bei den Rutaceen) oder Lakritz und Kichererbsen bei den Leguminosen. Auch aus dieser Perspektive stehen sie für die Aufrechterhaltung des Energiehaushalts.

Unterlegt mit zahlreichen spannenden Fällen und präzisen Differenzialdiagnosen der referierten, oft kleineren Arzneien und bekannteren Mitteln präsentiert Dr. Hör in diesem Seminar zahlreiche Vertreter der beiden bislang eher selten verwendeten Arzneifamilien. In seiner gelassenen und pointierten Art bringt Dr. Hör den Hörern nahe, dass es nicht immer Rhus tox., China oder Sepia sein muss, wenn chronische Erschöpfungszustände oder Überforderungsschwäche auftreten, sondern ebenso und bisweilen treffender auch Robinia, Xanthoxylum oder Mimosa...

Ein Seminar gefüllt mit komprimiertem und doch leicht verständlichen Wissen - nicht nur zu einer der häufigsten modernen Diagnosen, sondern auch zu zwei interessanten Arzneifamilien und ihren essenziellen Themen.

Dr. Hör ist als Allgemeinarzt, Zahnarzt und Dozent in eigener Praxis in Waldmünchen (Bayern) niedergelassen.
- Anwendung der Klassischen Homöopathie seit 1980, im gesamten Behandlungspektrum der Allgemeinmedizin
- Leitender Notarzt im Landkreis Cham, Hubschrauberpilot
- Leiter zweier Qualitätszirkel, Homöopathie und Notfallmedizin
- Seit 1990 in der Ausbildung homöopathischer Ärzte tätig, als Dozent und zertifizierter Ausbilder des DZVhÄ
- Mitbegründer und Moderator des 1. Homöopathischen Internetforums für Ärzte
- Umfangreiche Erfahrung in der Therapie chronischer Erkrankungen und in der Kinderheilkunde
- Regelmäßige Vorlesungen in Winthoek/Namibia


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